Hochsommer im Frühling: Wasserstände sinken auch im Harz

der Okersee-Schifffahrt - Hochsommer im Frühling

Hochsommer im Frühling: Wasserstände sinken auch im Harz

 

Der bereits seit Wochen andauernde Hochsommer in Nord- und Ostdeutschland sowie ausbleibende Niederschläge machen sich mittlerweile auch in den sieben Harzer Talsperren bemerkbar. Deren Wasserstände sind in den letzten Wochen bereits merklich gesunken.

Dank des schneereichen Winters sowie der ergiebigen Schneefälle zu Ostern ist die Lage dank des Schmelzwassers jedoch deutlich entspannter als in vergleichbar regenarmen Zeiten. Die durchschnittlichen Wasserstände der Talsperren betragen zwei Drittel des Gesamt-Fassungsvermögens. Selbst der Okerstausee, bekannt für seine stark schwankende Wasserstände, ist noch weit über 60% gefüllt.

Auch der Betrieb der Okersee-Schifffahrt mit den Anlegepunkten Vorstaumauer, Weißwasserbrücke und Hauptsperrmauer und Schulenberg ist weit entfernt davon, gefährdet zu sein. „Der Stausee ist an seiner tiefsten Stelle 65 Meter tief. Darüber hinaus hat die MS AquaMarin einen sehr geringen Tiefgang, so dass wir selbst bei Niedrigwasser fahren können“, beruhigt Kapitän Jonas Römermann.

Bis Reste des ehemaligen Unterschulenberg oder Überbleibsel alter Straßenzüge, die 1956 beim erstmaligen Befüllen der Okertalsperre im Wasser verschwanden, aus den Fluten des Okerstausees zu Tage treten, wird es ebenfalls noch lange dauern. Denn hierzu muss der Pegel des Okerstausees, größte Talsperre im Harz, auf unter 25% fallen. Ein Schauspiel, das in den letzten 60 Jahren nur zwei Mal, zuletzt 2011, zu besichtigen war.