Kalter Krieg im Brocken-Museum : Wie Ost-Agenten den Westen ausspionierten

Brocken-Museum-Harz

Kalter Krieg im Brocken-Museum : Wie Ost-Agenten den Westen ausspionierten

Kalter Krieg im Brocken-Museum: Mythos deutscher Geschichte

Der Brocken ist mit seinen 1.141m Höhe nicht nur der höchste Berg Norddeutschlands, sondern auch ein Mythos deutscher Geschichte. Denn von hier, fast in der Mitte der heutigen Bundesrepublik gelegen, spionierten zwischen Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Fall der Mauer die ostdeutsche Stasi und der russische Geheimdienst den verfeindeten Westen aus. Diese Zeit wird nun von einer neuen multimedialen Ausstellung im Brocken-Haus

Der Brocken, berüchtigt für seine zahlreichen Richtung Westen ausgerichteten Abhör-Antennen und im Volksmund „Spionage-Berg“ genannt, war zu DDR-Zeiten absolut streng bewachtes Sperrgebiet, zu dem nur ausgewählte Personen Zutritt erhielten. Dieser Mythos lockt nun jährlich tausende von Besuchern auf den Brocken – und erinnert in spannenden wie beklemmenden Bildern im Brocken-Museum an den sogenannten Kalten Krieg.

Zwei Jahre lang wurde das Brocken-Haus samt seiner berühmten Kuppel aufwendig saniert – ein geeigneter Ort, um in spannenden wie beklemmenden Bildern an dunkle Stunden der deutsch-deutschen Geschichte während des sogenannten Kalten Krieges zu erinnern. Aufgrund seiner interaktiven Konzeption ist die Ausstellung jedoch nicht nur für Erwachsene, sondern die ganze Familie geeignet. Denn am Anfang des Besuches kann man sich entscheiden, auf welcher Seite der Mauer – ob im Westen oder im Osten – sich dem Thema Spionage nähern möchte.

Der Gipfel des Brocken ist mit der Brockenbahn ab Bahnhof Drei Annen Hohne mit weiterer Zustieg-Möglichkeit in Schierke bequem erreichbar. Wanderer können den Gipfel sowohl von niedersächsischer sowie sachsen-anhaltinischer Seite erreichen, vom Sporthotel Schulenberg aus am besten ab dem 15 Autominuten entfernten Parkplatz Torfhaus.